Die Tage, die ich dir verspreche

“Eines der Bücher, aus denen man anders herausgeht als man hineinging: Mitfühlender, innerlich weiter, empathischer. Überzeugender als Jojo Moyes’ ‚Ein ganzes halbes Jahr‘, intensiv wie John Greens ‚Das Schicksal ist ein mieser Verräter‘. Und man weiß, wie dieses Geocaching eigentlich funktioniert.”

Nina George

Autorin der Spiegelbestseller Das Lavendelzimmer und Das Traumbuch

Erscheint am 1. September 2016

Umfang: 368 Seiten

Klappenbroschur: 9,99 Euro (Amazon, Thalia)

E-Book: 9,99 Euro (Amazon, Thalia)

Inhalt:

 

»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.

Leseprobe

 

“Ich brauche mehr Zeit, Gwen. Meinst du, du kannst …” Dich eine Weile nicht umbringen, bis ich weiß, wie ich alles geregelt kriege? Am liebsten würde ich sie schütteln, bis sie mir verspricht, dass sie sich nichts antut. “Noch etwas länger aushalten?”, frage ich stattdessen.

“Wie lange?”

Ich runzle die Stirn. Meint sie das ernst? Will sie darüber verhandeln, wie lange sie sich nicht umbringen darf? Für immer, würde ich am liebsten antworten. “Äh … ich weiß nicht. Vier Wochen?”

Sie wird blass und sieht aus, als hätte ich von ihr verlangt, vier Wochen die Hölle auf Erden zu ertragen. Mein Vorhaben kommt mir plötzlich furchtbar sinnlos vor. Wie soll ich gegen so viel Verzweiflung ankommen?

 

Noah – Die Tage, die ich dir verspreche (1. September 2016, Droemer Knaur)