Als großer Fan von “Jurassic Park” (Teil 1) habe ich es mir nicht nehmen lassen, “Jurassic World” anzuschauen und wurde gebeten, meinen Eindruck zu schildern. Weil ich doch mehr zu sagen hatte, als ich ursprünglich dachte, habe ich einfach einen Blogartikel daraus gemacht. Mein allererster auf meiner neuen Website.
Viel Spaß beim Lesen und lasst mich wissen, was ihr über den Film dachtet. 🙂
 
SpecialFX: großartig, aber natürlich wird das heutzutage nicht anders erwartet. 3D ist allerdings unnötig, kann man sich sparen.
 
Action und Action-Handlung: Sehr gut, ein paar spannende Ideen, auch wenn es dadurch den einen oder anderen Sharknado-Moment gab, sehr gelungen.
 
Mischung aus Nostalgie und Innovation: Toll gemacht. Genug neue Storyelemente, neue Ideen für den Park, um das Ganze interessant zu machen, aber doch ein paar schöne Nostalgiemomente, die sich gut in die Handlung einfügen.
 

Wenn man die menschlichen Protagonisten einfach mal vernachlässigen könnte, würde ich dem Film – als Pocornkinoactionfilm – fünf Sterne geben.

 
Leider, man kann es nicht anders sagen, gibt es die menschlichen Protagonisten. Man hat sich hier zwar gute Schauspieler geholt, hat ihnen aber nichts gegeben, womit sie arbeiten können.
Die Figuren sind eigentlich nur Staffetten, der gesamte Cast ist der, den man schon seit 40 Jahren aus Filmen dieser Art kennt. Die Darstellung der Frau ist bestenfalls als prähistorisch zu bezeichnen, da helfen auch die wenigen “schau her ich bin zwar eine Frau, kann aber trotzdem draufhauen”-Szenen (ich nenne sie den Emanzen-Moment) leider nicht, im Gegenteil. Sie zeigen nur noch deutlicher, dass in die Figurenentwicklung kein bisschen Gehirnschmalz geflossen ist.
Natürlich erwartet man das bei einem Film dieser Art auch nicht in großem Umfang. Aber gute Figuren hätten den Film aus der Mittelmäßigkeit gehoben und ihn großartig gemacht.

Tauscht doch einfach mal die Rollen!

 
Lasst euch einfach mal die Vorstellung auf der Zunge zergehen, man hätte den klischeehaften Pseudo-Indiana Jones ohne Hut und die Kreisch-Tussi aus King Kong vertauscht. Mach aus dem knallharten Raptoren-Dompteur eine Frau und aus der skrupellosen Geschäftsfrau, die sich nicht die Hände schmutzig machen will, einen Mann. Dadurch hätten die, durchaus witzigen, Dialoge des Films noch mal richtig Pep bekommen.
Auch die anderen Figuren bleiben blass, das Wenige, was an klischeehafter Charakterentwicklung angelegt wird, wird nicht zu Ende geführt. Schade. Das zeigt mal wieder:
Egal, welches Genre du schreibst, egal, welches Medium: Ohne gute Figuren bleibt alles Mittelmaß.
 
Obwohl das so auch nicht ganz richtig ist. Es gab gute Figuren, nur eben keine menschlichen. Am Ende waren für mich die wahren Stars des Films die Raptoren, was eigentlich keine schlechte Aussage wäre, wenn man das Gefühl hätte, dass genau das die Absicht der Macher war. Dieses Gefühl bleibt aber aus.

Fazit

 
Sehenswerter Film mit vielen lustigen Momenten und ausreichend Fressgrusel. Für Fans auf jeden Fall ein Muss, für alle, die gute Action mögen, ein schöner Zeitvertreib.