Einer meiner Verleger hat mich gebeten, einen Klappentext für mein Buch zu schreiben, um mir als Autor die Gelegenheit zu geben, einzubringen, was ich für wichtig erachte. Natürlich wird der Verleger den fraglichen Text noch anpassen und polieren. Zum Glück, denn mir fehlt noch einiges an Übung. Den ganzen gestrigen Tag hab ich mir also graue Haare wachsen lassen, weil der Klappentext nicht so wollte wie ich. Tipps mussten her. Da ich nur auf englischen Seiten fündig geworden bin, dachte ich, dass ich einfach meine Erkenntnisse mit euch teile.

Ich bin jedoch sicher kein Experte zum Thema, sondern gebe hier lediglich meine Recherche-Ergebnisse wieder. Auf keinen Fall will ich behaupten, gute Klappentexte schreiben zu können. Der Beispieltext, den ich hier zu Demonstrationszwecken erstellen werde, wird also sicher nicht perfekt sein und ich hoffe, ihr seht mir das nach.

Bevor es los geht

Unterschiede zum amerikanischen Markt

 

Die meisten Tipps, die ich hier für euch zusammentrage, stammen von amerikanischen Klappentextschreibern. Da muss man sicher differenzieren, denn amerikanische Klappentexte sind häufig sehr viel dramatischer als deutsche. Hier ist es nötig, abzuwägen, welche Tipps man anwenden möchte und welche nicht. Ein Beispiel dafür ist die Catch Phrase, die im amerikanischen Raum gern genutzt wird. Auch in Deutschland sieht man das jetzt immer öfter, jedoch muss man meiner Meinung nach darauf achten, es nicht zu übertreiben. Ich werde später noch kurz auf die Catch Phrase eingehen.

Was macht einen guten Klappentext aus?

 

Ich habe für euch eine Liste aus Punkten von vielen verschiedenen Websites zusammengestellt:

  • Er weckt das Interesse des Lesers und führt hoffentlich zum Kauf.
  • Er repräsentiert das Genre und/oder Subgenre.
  • Er vermittelt ein Gefühl für das Setting.
  • Er transportiert die Atmosphäre des Buches.
  • Er weckt Emotionen. (Besonders wichtig bei allen Romance-Genres.)
  • Er schürt keine falschen Erwartungen.
  • Er verrät nicht zu viel. (Als Faustregel wird angegeben, dass man nur Dinge verraten soll, die im ersten Viertel des Buches passieren.)
  • Er zeigt, was das Besondere an diesem Roman ist.
  • Er bildet eine Einheit bzw. ergänzt sich mit dem Titel

Puh, wenn man das liest, möchte man dann nicht das Dokument gleich wieder zumachen? Nein. Wir schaffen das.

 

Häufige Fehler – wovor du dich hüten solltest

 

  • Wiedergabe der kompletten Vorgeschichte (Ein kurzer Satz zur Hauptfigur reicht völlig und dann steigt man am besten gleich beim ersten Konflikt ein.)
  • Zu lang (Als Faustregel für den Buchrücken wird genannt: 150 bis 200 Wörter, alles über 250 Wörter ist zu lang.)
  • Aneinanderreihung von klischeehaften Formulierungen, die nichts aussagen. (Lieber ein paar Details nennen, die das Besondere des Buches verdeutlichen.)

Auf zum Klappentext

 

Ich bin ein großer Fan von Schritt für Schritt Anleitungen, vor allem, wenn ich in einer Materie völlig neu bin. Man muss diesen Anweisungen nicht sklavisch folgen, aber häufig bekommt man dadurch ein Gefühl dafür, in welche Richtung man gehen muss.

Besonders hilfreich fand ich die Schritt für Schritt Anleitung von Mike Wells. Er gibt hier eine Methode wieder, die laut seiner Aussage aus Hollywood stammt. Ich werde seine Tipps für euch zusammenfassen und an einem eigenen Beispiel zeigen, was gemeint ist. Ich werde den Artikel jedoch natürlich nicht in seiner Gänze wiedergeben und außerdem ein bisschen was ergänzen, wer also Englisch kann, der sollte sich diesen Artikel auf jeden Fall ganz durchlesen. Es lohnt sich.

Was ist wirklich wichtig? Die Essenz finden

Die fünf Elemente einer Geschichte

 

Laut Mike Wells lässt sich jede Geschichte auf fünf Elemente kondensieren. Um einen guten Klappentext zu schreiben, muss man diese Elemente in der Geschichte finden.

Es gibt einen Helden (1), der sich in einer Situation (2) wiederfindet, aus der er sich befreien will, indem er versucht, ein bestimmtes Ziel (3) zu erreichen. Es gibt jedoch auch einen Antagonisten (4), der ihn aufhalten will. Ist er erfolgreich, endet es für den Helden in einer Katastrophe. (5)

Der Antagonist muss natürlich kein Bösewicht sein, es muss nicht mal eine Person sein. Auch gesellschaftliche Konventionen können als Antagonist herhalten. Die Katastrophe sollte man aus der Perspektive des Helden betrachten. Was ist das schlimmste, was dem Helden passieren kann? Wenn man den Helden beschreibt, empfiehlt Amy Wilkins, sich zu fragen, was das Interessante und Besondere an dieser Figur ist. Warum sollte der Leser sich für ihre Geschichte interessieren?

Rein zu Demonstrationszwecken erstelle ich jetzt einen Klappentext für meinen allerersten Roman (New Adult, Contemporary Romance, ohne Fantasy), der wahrscheinlich nie die Schublade verlassen wird. Ich beginne mit den fünf Elementen:

  1. Held/Heldin: Die 21-jährige Inderin Radha, aufgewachsen in New York
  2. Situation: soll gegen ihren Willen verheiratet werden
  3. Ziel: Das will sie verhindern, indem sie jeden Kandidaten vor den Kopf stöß
  4. Antagonist: ihr Vater, der sie zur Strafe nach Indien schickt
  5. Katastrophe: sie kann nie wieder in die USA zurück

Und hier beginnen schon die Probleme. Für mich zumindest. Hier gilt es, den richtigen Antagonisten zu finden, die richtige Situation, die das Interesse des Lesers weckt. Ich habe meine Zweifel, dass ich oben die richtige Stelle herausgepickt habe, und gehe im Buch ein paar Kapitel weiter nach hinten:

 

  1. Held/Heldin: Die 21-jährige Inderin Radha, aufgewachsen in New York
  2. Situation: soll gegen ihren Willen verheiratet werden
  3. Ziel: Das will sie verhindern, indem sie jeden Kandidaten vor den Kopf stöß
  4. Antagonist: ihr Vater, der sie zur Strafe nach Indien schickt
  5. Katastrophe: sie kann nie wieder in die USA zurück

Ich denke, dieser Ansatz ist besser, denn hier treffen wir auch gleich auf den Love Interest, der in der ersten Version gar nicht auftaucht, was bei einer Romance natürlich fatal ist.

 

Erstellen einer kurzen Inhaltsangabe aus den fünf Elementen

 

Dazu werden nun einfach nur die fünf Elemente der speziellen Geschichte in das oben genannte Schema eingesetzt:
Die 21-jährige Inderin Radha, in New York aufgewachsen, wird gegen ihren Willen nach Indien geschickt. Um möglichst schnell in die USA zurückkehren zu dürfen, benimmt Radha sich daneben, wo sie nur kann. Ihre Tante, die das für Hochmut hält, verheiratet sie mit einem wildfremden Unberührbaren, an den Radha von nun an für immer gebunden ist.

Mit ein wenig Politur und Straffung könnte diese Kurzzusammenfassung auch als Pitch herhalten. Aber wir wollen ja weiter zum Klappentext. Und hier fehlt natürlich noch so einiges. Die Motivation der Tante zum Beispiel ist noch völlig verzerrt. Sicher würde sie doch ihre Nichte nicht mit einem Unberührbaren verheiraten, nur weil diese sich daneben benimmt. Es ist also nötig, sich die fünf Bestandteile noch einmal vorzunehmen und auszuschmücken.

  1. Held/Heldin: Die selbstbewusste 21-jährige Inderin Radha, aufgewachsen in New York,
  2. Situation: wird gegen ihren Willen nach Indien geschickt, um auf die Ehe mit einem standesgemäßen Inder vorbereitet zu werden
  3. Ziel: Sie benimmt sich absichtlich daneben, damit man sie schnell in die USA zurückschickt
  4. Antagonist: Ihre Tante, die ihre moderne Gesinnung für Hochmut hält, und schon lange einen Groll gegen Radhas Vater hegt, der sie in Indien zurückgelassen hat
  5. Katastrophe: verheiratet sie mit einem wildfremden Unberührbaren, an den Radha von nun an für immer gebunden ist. Sie kann Indien nie wieder verlassen.

Und wieder wird das zusammengebaut:

Die selbstbewusste 21-jährige Inderin Radha, aufgewachsen in New York, wird gegen ihren Willen nach Indien geschickt, um auf die Ehe mit einem standesgemäßen Inder vorbereitet zu werden. Damit man sie möglichst schnell in die USA zurückschickt, benimmt sie sich absichtlich daneben. Ihre Tante, die das für Hochmut hält und immer noch einen Groll gegen ihren Bruder hegt, verheiratet sie mit einem wildfremden Unberührbaren, an den Radha von nun an gebunden ist. Sie kann Indien nie wieder verlassen.

Natürlich wirkt das Ganze sprachlich noch sehr ungelenk. Ich habe also mal versucht, das umzustellen:

Nichts verbindet die 21-jährige Radha, die sich als New Yorkerin sieht und studieren möchte, noch mit ihrer indischen Herkunft. Für sie bricht eine Welt zusammen, als ihre Eltern sie nach Indien schicken, um indische Traditionen und Manieren zu lernen, damit sie an einen standesgemäßen Inder verheiratet werden kann. Radha lehnt sich auf, gegen ihre Tante, die immer noch einen Groll gegen Radhas Vater hegt. Aus Wut über Radhas Benehmen und um sich an ihrem Bruder zu rächen, verheiratet sie Radha mit dem erstbesten Mann, der vor ihrer Tür steht. Einem Unberührbaren, dessen elendes Leben Radha von nun an teilen muss.

So weit, so schlecht. Hier ist also ein Grundgerüst der Geschichte, mit dem man auf jeden Fall arbeiten kann. Aber gibt das wirklich das Genre wieder? Die Romance müsste noch mehr eingebunden werden. Und warum steht da eigentlich so viel über die Tante? Die kommt doch kaum vor.
Hier folgt also der nächste Schritt.

 

Das Finetuning des Klappentextes

 

Was kann gestrichen werden? Ist wirklich die Tante der Antagonist? Ich gehe im Prozess des Klappentextes immer wieder zu den fünf Punkten zurück und überlege erneut, was alternativ infrage käme.

Hier habe ich mich jetzt dazu entschieden, eine Mischung aus den beiden ersten Ansätzen vorzunehmen:

Nichts verbindet die 21-jährige Radha, die sich als New Yorkerin sieht und studieren möchte, noch mit ihren indischen Wurzeln. Für sie bricht eine Welt zusammen, als ihre Eltern sie mit einem standesgemäßen Inder verheiraten wollen. Radha sieht nur eine Möglichkeit: Sie schlägt alle Bewerber in die Flucht, indem sie sie beleidigt. Zur Strafe wird Radha nach Indien geschickt, wo sie lernen soll, sich den Traditionen zu beugen. Doch Radha lehnt sich mit allen Mitteln auf, bis ihre Tante sie aus Wut an den erstbesten Mann verheiratet, der an ihre Tür klopft: Einen Unberührbaren, dessen elendes Leben Radha von nun an teilen muss. Sie ahnt nicht, dass sich hinter dem vernarbten Gesicht ihres Ehemannes ein junger Mann versteckt, den sie vor langer Zeit abgewiesen hat.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich mit dem letzten Satz nicht schon zu viel verrate. Andererseits entsteht vielleicht gerade dadurch Spannung, dass der Leser dieses Detail kennt, von dem Radha selbst erst kurz vor Schluss erfährt. Trotzdem will ich versuchen, den Satz durch etwas zu ersetzen, was nicht so ein großer Spoiler ist:

Nichts verbindet die 21-jährige Radha, die sich als New Yorkerin sieht und studieren möchte, noch mit ihren indischen Wurzeln. Für sie bricht eine Welt zusammen, als ihre Eltern sie mit einem standesgemäßen Inder verheiraten wollen. Radha sieht nur eine Möglichkeit: Sie schlägt alle Bewerber mit Beleidigungen in die Flucht. Zur Strafe wird Radha nach Indien geschickt, wo sie lernen soll, sich den Traditionen zu beugen. Doch Radha lehnt sich mit allen Mitteln auf, bis ihre Tante sie aus Wut an den erstbesten Mann verheiratet, der an ihre Tür klopft: Einen Unberührbaren, dessen elendes Leben Radha von nun an teilen muss. Sie ahnt nicht, dass ihr Ehemann nicht ist, wer er vorgibt zu sein, und dass sie sich bereits zuvor begegnet sind – in New York.

Mit 126 Wörtern ist dieser Text völlig im Rahmen, könnte vielleicht sogar noch um das ein oder andere atmosphärische Detail erweitert werden. Man könnte ihn zusätzlich aber auch noch ein wenig straffen. Frei nach dem Motto: Kürzer ist immer besser.

Nichts verbindet die 21-jährige Radha, die sich als New Yorkerin sieht und studieren möchte, noch mit ihren indischen Wurzeln. Als ihre Eltern sie mit einem standesgemäßen Inder verheiraten wollen, schlägt sie alle Bewerber mit Beleidigungen und schlechtem Benehmen in die Flucht. Zur Strafe wird Radha nach Indien geschickt, wo sie lernen soll, sich den Traditionen zu beugen. Doch Radha lehnt sich mit allen Mitteln auf, bis ihre Tante sie aus Wut verheiratet. An einen Unberührbaren, dessen elendes Leben Radha von nun an teilen muss. Sie ahnt nicht, dass ihr Ehemann nicht ist, wer er vorgibt zu sein, und dass sie sich bereits zuvor begegnet sind – in New York.

Man könnte auch noch versuchen, den letzten Satz als Frage zu formulieren, was auch gerne gemacht wird:

Nichts verbindet die 21-jährige Radha, die sich als New Yorkerin sieht und studieren möchte, noch mit ihren indischen Wurzeln. Als ihre Eltern sie mit einem standesgemäßen Inder verheiraten wollen, schlägt sie alle Bewerber mit Beleidigungen und schlechtem Benehmen in die Flucht. Zur Strafe wird Radha nach Indien geschickt, wo sie lernen soll, sich den Traditionen zu beugen. Doch Radha lehnt sich mit allen Mitteln auf, bis ihre Tante sie aus Wut verheiratet. An einen Unberührbaren, dessen elendes Dasein Radha von nun an teilen muss. Kann Radha sich damit abfinden, ihr Leben mit der harten Arbeit auf dem Feld zu verbringen? Und sind wirklich entstellende Narben der Grund, warum ihr Ehemann sein Gesicht mit Tüchern vor ihr verbirgt?

Ich denke, da haben wir schon einen ganz ordentlichen Text, der sich allerdings deutlich von den fünf Punkten abhebt, die ich am Anfang zusammengetragen habe. (Und sich sicher noch sehr verbessern lässt, aber ich denke, für die Demonstration hat er seinen Dienst getan.)

Man sieht also, was für ein Prozess das Schreiben eines Klappentextes ist, und dass alle Anleitungen nur Schablonen sind, an denen man sich entlanghangelt. Keinesfalls sollte man sich davon einengen lassen.
Was geht noch?

 

Die Catch Phrase

 

Die Catch-Phrase: Nutze eine Frage oder eine bestimmtes Detail, mit dem sich der potentielle Leser sofort identifizierien kann, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen. (In einigen der unten verlinkten Artikel finden sich dazu auch Tipps.) Auch das habe ich mal versucht, ich bin allerdings nicht ganz so zufrieden:

Radha wird aus ihrem bequemen Leben in New York gerissen und muss von nun an unter der sengenden Sonne Indiens Wasser schleppen.

Ein bisschen zu pathetisch, ein bisschen zu lang, aber ihr wisst, was gemeint ist. Möglich wäre das auch in Form einer Frage:

Was wäre, wenn du gezwungen wärst, plötzlich unter der sengenden Sonne Indiens auf dem Feld zu ackern?

Etwas besser vielleicht. Da fragt man sich: Wie sollte das wohl vonstatten gehen? Und wie kommt man da nur wieder raus.

Andere Möglichkeit:

Verschleppt unter die sengende Sonne Indiens und verheiratet mit einem Unberührbaren.

Auch diese recht unpersönliche Art der Catch Phrase findet man häufig auf amerikanischen Büchern.
Was für eine Art der Catch Phrase man einsetzen will, und ob man das überhaupt machen sollte, muss jeder selbst entscheiden. Wenn man aber nur eine mittelmäßige Catch Phrase zustande bringt, lässt man sie lieber gleich ganz weg. Eine Catch Phrase, die ihren Dienst nicht richtig tut, kann mehr Schaden anrichten, als nutzen.

 

Zitate aus dem Buch einbinden

 

In Amerika eine sehr beliebte Technik, ich halte das jedoch für sehr gefährlich. Als Catch Phrase eignet sich ein Zitat möglicherweise, aber abgesehen davon würde ich lieber die Finger davon lassen. Auf keinen Fall sollte man ein Zitat aus dem Buch als kompletten Klappentext verwenden. Einen richtig üblen Fall hatte ich letztens: Da war einfach der letzte Absatz (!) des Buches als Klappentext verwendet worden. Ich denke, es gibt kaum eine bessere Art, Leser zu verprellen. Wenn sie sich überhaupt dazu durchringen, das Buch zu kaufen.

 

Ein paar letzte Tipps

 

Zum Abschluss habe ich auf anderen Webseiten noch Tipps gefunden, die helfen können, einzelne Stellen des Textes zu verbessern:

  • Besonderes Augenmerk auf den Konflikt legen. (Der Leser soll sich fragen: Wie zum Teufel kommt die Figur da nur wieder raus?)
  • Immer mit einem Konflikt aufhören. (Das geht noch etwas weiter als nur die Katastrophe aufzuzeigen, was in meinen Augen nicht immer ausreicht. Deswegen habe ich meinem Text auch noch eine weitere Zeile hinzugefügt, um mit dem eigentlichen Konflikt des Buches aufzuhören und folgenden Tipp zu befolgen:
  • Höre mit etwas auf, was der Leser unbedingt herausfinden möchte. Etwas, was ihn dazu bringt, das Buch zu lesen, um zu erfahren, wie es weiter geht.
  • Benutze Wörter, die eine Stimmung erzeugen, die zum Buch und zum Genre passt.

Das Ergebnis

 

Und hier also nun der Klappentext in all seiner verbesserungswürdigen Pracht, mit Arbeitstitel und Catch-Phrase:

Prinz Hakennase

Verschleppt unter die sengende Sonne Indiens und zur Ehe gezwungen.

Nichts verbindet die 21-jährige Radha, die sich als New Yorkerin sieht und studieren möchte, noch mit ihren indischen Wurzeln. Als ihre Eltern sie mit einem standesgemäßen Inder verheiraten wollen, schlägt sie alle Bewerber mit Beleidigungen und schlechtem Benehmen in die Flucht. Zur Strafe wird Radha nach Indien geschickt, wo sie lernen soll, sich den Traditionen zu beugen. Doch Radha lehnt sich mit allen Mitteln auf, bis ihre Tante sie aus Wut verheiratet. An einen Unberührbaren, dessen elendes Dasein Radha von nun an teilen muss. Kann Radha sich damit abfinden, ihr Leben mit der harten Arbeit auf dem Feld zu verbringen? Und sind wirklich entstellende Narben der Grund, warum ihr Ehemann sein Gesicht mit Tüchern vor ihr verbirgt?

 

Die Preisfrage

 

Vielleicht habt ihr ja erkannt, dass es sich bei der Geschichte, die hier als Beispiel dient, um eine Märchenadaption handelt? Wer mir das Märchen nennen kann, das als Grundlage dient, bekommt einen Keks. 😉 (Und wenn derjenige auf der BuCon ist, dann ist es vielleicht sogar ein echter Keks. Ich muss doch mal meine neue Schwanenausstecherform testen.)

Und damit schließe ich meinen Artikel. Es wird noch viel Übung brauchen, bis aus mir ein einigermaßen brauchbarer Klappentextschreiber wird, aber ein Anfang ist gemacht. Ich hoffe, ich konnte auch euch damit ein wenig helfen.

Ihr habt Anmerkungen, Tipps oder weitere hilfreiche Links? Immer her damit!

 

Quellen und lesenswerte Artikel:

 

 

Vielleicht auch interessant:

Artikelserie: Wie schreibe ich ein Exposé (aktuell noch auf meiner alten Website)
Schritt für Schritt zum Pitch

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