Träume, die ich uns stehle

Eine berührende Geschichte über zwei junge Menschen zwischen Traum und Wirklichkeit und über die Magie einer Liebe, die selbst die tiefsten Wunden heilen kann.

Kathrin Pohl

Erscheint am 2. November 2017

Umfang: 450 Seiten

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Inhalt:

Lara kann nicht aufhören zu reden. Ein Zwang treibt die an Amnesie leidende junge Frau dazu, ihre Erinnerungslücken mit Worten zu füllen. Zuhören will ihr längst keiner mehr, nicht außerhalb der Therapiestunden, die sie als Patientin der Psychiatrie-Station im Krankenhaus bekommt. Bis sie Thomas findet. Lara weiß, es ist falsch, ihre Verzweiflung über ihre Amnesie auf ihn abzuladen, denn Thomas liegt im Koma. Dennoch schleicht sie sich immer wieder zu ihm und bemerkt bald, dass er auf ihre Stimme reagiert. Nur auf ihre.

Sind ihre Worte das Einzige, was ihn noch retten kann?

Lara beschließt, Thomas eine Geschichte zu erzählen: eine Liebesgeschichte zwischen ihr und ihm, die bald für beide realer wird als ihr Dasein im Krankenhaus. Ein Traum von Liebe, an den sich beide klammern und der die Kraft hat, nicht nur Thomas aus der Dunkelheit zu holen, sondern auch Lara. Doch beide ahnen nicht, was für eine erschütternde Wahrheit in den Tiefen von Laras Geschichte lauert …

Textauszug

Prolog

Lara

 

Ich erzähle schon lange keine Geschichten mehr. Seit sie es mir verboten hat.

Aber in einer Nacht wie dieser fällt es mir besonders schwer. Dunkle Wolken hängen am Himmel, nur an einigen Stellen sind sie aufgerissen und geben den Blick auf die Sterne frei. Schneeflocken wirbeln um mich herum, sie dämpfen die Geräusche der nahen Großstadt und wispern mir im Fallen etwas zu.

Sieh nur, was du angerichtet hast.

Nein, das ist natürlich Quatsch. Es sind Schneeflocken, sie sprechen nicht. Wenn hier jemand redet, dann ich.

Ich schließe die Augen und lege den Kopf in den Nacken. Der Schnee schmilzt auf meinem Gesicht, läuft mir feucht über die Stirn. Ich wische ihn ab.

„Ist alles in Ordnung?“ Eine junge Frau steht vor mir und sieht mich besorgt an.

„Ja, warum?“

Sie deutet auf meine Hände. Verwirrt strecke ich sie aus. Sie sind voller Blut. ***

 

“Träume, die ich uns stehle” erscheint am 2. November 2017 im Droemer Knaur Verlag.