Bald ist es so weit, der heiß ersehnte zweite Teil meiner Seelenmagie-Trilogie erscheint! Um dir die Zeit etwas zu verkürzen, kannst du hier teilweise oder vielleicht sogar komplett das erste Kapitel lesen.

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Schon der allererste Satz des ersten Kapitels von “Verirrt – Seelenmagie 2” ist ein enormer Spoiler für Teil 1 und verrät dir eine der wichtigsten unerwarteten Wendungen aus “Unendlich – Seelenmagie 1”. Lies also bitte nur weiter, wenn du Teil 1 bereits kennst.

Nein! Lies nicht weiter, um zu gucken, ob Seelenmagie etwas für dich ist.

Wenn du mal reinlesen möchtest, hol dir lieber die kostenlose Leseprobe für Teil 1. Wirklich, glaub mir. Die 100-seitige XXL-Leseprobe kannst du dir hier auf deinen Reader laden: XXL-Leseprobe für deinen kindle oder du findest hier weitere Infos und eine Leseprobe im pdf-Format: Alle Infos zu Seelenmagie

Für alle, die wirklich und wahrhaftig weiterlesen wollen, geht es jetzt los!

Ich freue mich über eure Kommentare und hoffe sehr, es gefällt euch. 🙂

 

Viel Spaß!

 

Verirrt – Seelenmagie 2

Kapitel 1

Wald um Schloss Hohengreifenstein, September 1515

Die Druckwelle riss Cay beinahe von den Füßen. Sie schoss über ihn hinweg, fuhr in die Büsche hinter ihm und fegte die Blätter von den Ästen. Cay kniete mit gesenktem Kopf auf dem feuchten Waldboden und stemmte sich gegen die Druckwelle, bis sie nachließ. Der laute Donner um ihn herum verebbte jedoch nicht. Über ihm tobte ein Sturm, grau im Zwielicht der nahenden Dunkelheit, und gewaltig genug, um den lauten Knall der frei werdenden Energie zu übertönen.

Cay kümmerte sich nicht um den Regen, der jetzt noch stärker auf ihn herabprasselte. Mathäus’ Schutzschild dämpfte ihn zwar, konnte ihn jedoch nicht vollständig abhalten. Auch der Wind war stärker geworden. Trotzdem blieb Cay, wo er war, ohne sich zu bewegen. Er wischte sich nicht einmal den Schweiß von der Stirn. Ihn kümmerte nur eines.

Hatte es funktioniert? Er horchte in sich hinein. Konnte er es spüren? Wie fühlte es sich an zu wissen, dass er eine Zukunft sehen würde, die nie für seine Augen bestimmt gewesen war?

Nichts. Er spürte gar nichts. Kein euphorisches Glücksgefühl. Keine zusätzliche Energie, die ihn durchströmte. Im Gegenteil, das Ritual hatte ihn das meiste seiner Kraft gekostet. Nur eines spürte er: einen stechenden Schmerz tief in ihm, der langsam anschwoll, bis er in seinem gesamten Körper widerhallte. Eine Narbe, wo seine Seele gebrochen und wieder geheilt worden war, und Energie. Energie, auf die er nicht zugreifen konnte, weil sie zu einem Teil seiner Seele geworden war. Reine menschliche Seelenenergie, genug für zehn Lebensspannen.

Ein triumphierendes Lachen drang durch den Sturm zu ihm herüber. Er hob den Kopf. Ein Stück neben ihm kniete Mathäus, die Arme ausgestreckt und den Kopf in den Nacken gelegt. „Spürt ihr es?“, rief er. „Spürt ihr es auch?“ Er sprang auf und sah Cay an. In seinem Blick lagen Triumph und Freude, vermischt mit einem Hauch von Wahnsinn.

Cay presste die Lippen zusammen. Er kannte diesen Blick, hatte ihn schon einmal gesehen, genau hier. Eine Ahnung von Feuer zuckte durch seine Erinnerung. Schmerzensschreie. Tod. Vielleicht war es kein guter Einfall gewesen, gerade diesen Ort auszusuchen – oder vielleicht doch. Hier, wo ihm alles genommen worden war, wurde ihm nun alles gegeben, was er sich in den vergangenen Jahren so verzweifelt gewünscht hatte.

Langsam stand er auf. Seine Glieder waren steif vom langen Knien, seine Muskeln zitterten vor Erschöpfung. Doch es war noch nicht vorbei. Er sah sich um. Ein Stück neben ihm lag Ekarius auf dem Boden. Cay war sich nicht sicher, ob Ekarius durch die Druckwelle von den Füßen gerissen worden war, oder ob er schon das Ritual nicht überstanden hatte. Doch Ekarius bewegte sich und rappelte sich auf, bis er schwer atmend und nach vorn gebeugt auf die Füße kam.

Cay wandte sich wieder Mathäus zu. Aller Triumph war aus dessen Gesicht verschwunden, stattdessen war es vor Anstrengung verzerrt.

„Der Schutzzauber?“, fragte Cay.

Mathäus nickte knapp. „Die Druckwelle hat ihn durchbrochen. Ich kann nicht …“ Seine Stimme klang gepresst. „Wenn ich ihn versiegeln würde …“

„Nein!“ Cay machte ein paar Schritte auf ihn zu. „Es war vereinbart, dass du ihn ohne Siegel aufrechterhältst.“

„Ich weiß.“ Schweißtropfen liefen über Mathäus’ Stirn. Seine sonst so strahlend blauen Augen waren dunkel wie der Sturmhimmel über ihnen. „Es wäre einfacher, sicherer.“

„Nein.“ Cay ballte die Fäuste. Auf keinen Fall würde er sich so von Mathäus abhängig machen, sich von ihm einsperren lassen in einen versiegelten Schutzzauber, den nur derjenige lösen konnte, der ihn gewirkt hatte. Der perfekte Schutz und ein ewiges Gefängnis, aus dem nur Mathäus ihn befreien könnte. „Niemals.“

„Dann tu du es, versiegel du ihn“, keuchte Mathäus.

Cay schnaubte. „Wer soll dann den letzten Zauber wirken?“ Er nickte zu Ekarius hinüber, der schwankend an einem Baum lehnte. „Er etwa?“ Sie wussten beide, dass schon das Ritual beinahe über Ekarius’ Kräfte ging. „Nein. Ich kann keine Energie für den Schutzzauber verschwenden. Das ist deine Aufgabe, also sieh zu, dass du ihn wieder in den Griff bekommst, und zwar ohne Siegel“, knurrte er.

Wut glitzerte in Mathäus’ Augen, bevor er sie schloss, um sich ganz auf den Zauber zu konzentrieren. Wenig später nickte er. Sein Gesicht war schweißüberströmt. „Nicht unfehlbar, aber eine Weile wird er halten.“

Cay atmete tief durch. Er wandte sich wieder an Ekarius, der immer noch schwer atmend ein Stück von ihnen entfernt stand. „Komm her.“ Langsam schleppte sich Ekarius auf ihn zu. Er sah nicht aus, als hätte er gerade fünfhundert Jahre Lebenszeit gewonnen. Unter seinen braunen Augen lagen tiefe Schatten und seine Schultern waren nach vorn gebeugt wie die eines uralten Mannes.

Als Cay ein Messer aus seinem Stiefel zog, weiteten sich Ekarius’ Augen. Er hob abwehrend die Hände. „Was soll das?“

„Eine kleine Vorsichtsmaßnahme.“

Ekarius stolperte ein paar Schritte zurück. „Nein. Wir sind doch so gut wie Brüder. Das kannst du nicht tun.“

Cay verzog verächtlich die Lippen. Er konnte Ekarius nicht verübeln, dass er um sein Leben fürchtete. Mathäus hatte sogar vorgeschlagen, sich ihm auf diese Art zu entledigen. Cay hatte ihn überzeugt, es nicht zu tun. „Ich töte nicht, das weißt du. Also zieh jetzt dein Hemd hoch und halt den Mund.“

Mit zitternden Fingern schob Ekarius den hellbraunen Stoff nach oben, jedoch ohne sich Cay zu nähern. Selbst er war nicht so dumm, Cay oder Mathäus zu vertrauen. „Was hast du vor?“

Mathäus schnaubte verächtlich. „Ein kleiner Sicherheitszauber, damit du uns mit deinem unvorsichtigen Geschwätz nicht in Gefahr bringst“, zischte er. „Deshalb erfährst du auch erst jetzt davon.“

„Was für ein Zauber?“ Ekarius Stimme überschlug sich. „Wozu ist er gut?“

Mathäus verdrehte die Augen. „Dafür, dass niemand erfährt, dass wir von jetzt an nur fünfhundert Jahre zu leben haben. Vor allem nicht die Mitglieder des Kreises. Wir wären zu angreifbar. Sie müssen glauben, dass wir wirklich und wahrhaftig unsterblich sind.“

Das schien Ekarius nicht zu beruhigen. Er zitterte am ganzen Körper. Seine Augen fixierten das Messer in Cays Hand. „Ihr wollt mich mundtot machen?“ Hastig hob er eine Hand vor seinen Mund.

Mathäus lächelte sanft. Ein Lächeln, das selbst Cay einen leichten Schauder über den Rücken trieb. „Aber nein. Dir wird nichts geschehen. Ich verspreche es.“

Cay konnte förmlich sehen, wie die Gedanken in Ekarius’ Kopf verrücktspielten. Schließlich wandte sich Ekarius Hilfe suchend an Cay. „Mir wird nichts geschehen?“

„Nein.“ Er hob das Messer. „Bis auf eine kleine Wunde, die ich gleich wieder verschließe.“

Ekarius ballte die Fäuste, schließlich nickte er. „Gut. Tu es.“

„Dreh dich um.“ Cay näherte sich ihm und setzte die Messerspitze auf die nackte Haut. „Hör auf zu zittern, sonst kann ich das Messer nicht ruhig führen“, zischte er. Langsam drückte er die Klinge in die Haut, knapp oberhalb der Hüfte, bis Blut hervorquoll. Ekarius schrie auf.

„Reiß dich zusammen, verdammt“, knurrte Mathäus.

Cay setzte das Messer nicht ab. Erst, als er die liegende Acht beendet hatte, ließ er von Ekarius ab. Dann ging er zu Mathäus hinüber und wiederholte die Prozedur. Mathäus zuckte mit keiner Wimper. Cay reichte ihm, ohne zu zögern, das Messer. Wenn Mathäus ihn hätte umbringen wollen, hätte er schon mehr als einmal Gelegenheit dazu gehabt. Es war nicht der Tod, den er von seiner Hand fürchtete. Nicht von ihm. Mathäus brauchte ihn, spätestens in fünfhundert Jahren, wenn ihre Zeit abgelaufen war und sie das Ritual wiederholen mussten.

Cay biss die Zähne zusammen, als sich das Messer in seine Haut grub. Als Mathäus sein Werk beendet hatte, schloss Cay die Augen und konzentrierte sich auf den Zauber in ihren Wunden. Es waren Zauber, die miteinander in Verbindung treten konnten, ohne jedoch ein Band zwischen ihnen zu schaffen. Cay hatte lange gebraucht, um es so einzurichten. Auf keinen Fall wollte er mit Mathäus oder Ekarius durch einen Zauber verbunden sein, der es einem von ihnen ermöglichte, ihn aufzuspüren.

Er konzentrierte sich auf die Magie, die sich wie ein leuchtender Kreis über ihre Wunden legte. Zu schwach. Widerwillig steckte Cay noch etwas mehr von seiner verbleibenden Kraft in den Zauber. Er hatte gehofft, nicht so viel davon verbrauchen zu müssen, aber er hatte keine Wahl. Bevor er das Siegel setzen konnte, das die drei Zauber dauerhaft machen und sie erhalten würde, ohne dass er sie ständig mit Energie speisen musste, ergriff Mathäus seine Hand. Cay spürte, wie Mathäus seine eigene Energie in den Zauber fließen ließ, in die drei Siegel, die nun ihrer beider Werk waren.

Als es vollbracht war, riss sich Cay los. Einen Moment schwankte er, seine Beine sackten beinahe unter ihm weg. Mühsam konnte er sich aufrecht halten. Viel zu viel. Er hatte viel zu viel von seiner Kraft verbraucht. „Was soll das?“, keuchte er. „Warum hast du dich in den Zauber eingemischt?“

 

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