In letzter Zeit wurden öfter Fragen laut, wie man ein Exposé schreibt, deshalb habe ich mich entschlossen, mal einen Überblick zu geben, wie ich das mache und was ich für wichtig halte. Wie bei allem, was das Schreiben betrifft, gibt es auch hier wenig, was tatsächlich richtig oder falsch ist, jeder muss für sich den besten Weg finden. Was ich euch hier also beschreibe, ist mein Weg, den ihr gerne übernehmen dürft. Es ist sicher nicht der perfekte oder allein seeligmachende Weg, aber auf jeden Fall einer, der mir bisher gute Dienste geleistet hat.

 

Das Exposé – Der Horrorschocker für Autoren

 

Viele Autoren kriegen das kalte Grausen, wenn es wieder Zeit ist, sich an das Exposé zu setzen. Sie halten es für ein notwendiges Übel, das man irgendwie hinter sich bringen muss. Ich kann euch leider nicht versprechen, dass ihr es nach dieser Serie lieben werdet. Es gibt aber Autoren, so wie mich, die tatsächlich gerne Exposés schreiben oder zumindest die Vorzüge eines Exposés zu schätzen wissen. Warum das so ist und wie man auch dann ein gutes Exposé schreibt, wenn man es hasst, erfahrt ihr nach und nach hier.

 

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Was ist ein Exposé und wofür brauche ich es?

 

Das Exposé ist eine kurze, drei bis fünf Seiten lange Inhaltsangabe, mit dem man einem Verlag oder einer Agentur einen Roman vorstellt. Es wird zusammen mit einer Leseprobe eingeschickt und enthält alles, was es dem Verlag ermöglicht, zu entscheiden, ob er ein Manuskript kaufen soll oder nicht: Kurzinhalt, Formalitäten zum Roman, Figurenbeschreibungen, Hintergrundinformationen, ausführlicher Inhalt.

Das Exposé ist meist das erste, was ein Lektor sich anschaut, es ist also das Aushängeschild für einen Roman und den dazugehörigen Autor und neben der Leseprobe das wichtigste Verkaufsinstrument.

 

Was muss ein Exposé leisten?

 

Es muss den Roman so vorstellen, dass der Verlag weiß, ob die Geschichte ins Programm passt. Es muss die Struktur und Stimmung des Romans wiedergeben, die Haupthandlung darstellen und die Charakterentwicklung der Figuren zeigen. Es muss vermitteln, was an einem Roman das Besondere ist und warum der Verlag genau diesen Roman kaufen sollte. Vor allem aber muss es den Lektor packen, so dass er weiterliest und das Exposé nicht nach den ersten Zeilen auf den Ablagestapel legt.

 

Puh, ganz schön viel auf einmal. Aber keine Sorge. Wir schaffen das. Wer einen ganzen Roman schreiben kann, kriegt auch ein Exposé hin. Es braucht nur ein bisschen Übung.

 

Wann schreibe ich ein Exposé?

 

Die meisten Autoren schreiben das Exposé erst dann, wenn der Roman fertig ist oder zumindest der Plot der Geschichte steht. Ich mache es mittlerweile andersrum: Ich schreibe das Exposé, bevor ich den Roman im Detail durchplotte. Im Exposé auf drei Seiten die ganze Handlung des Romans und die Charakterentwicklung der Figuren schlüssig und spannend darzustellen, ist der beste Test, ob der Plot überhaupt so funktioniert, wie man es sich vorstellt.

Welche Methode für euch besser ist, müsst ihr selbst entscheiden, aber vielleicht kann euch meine Artikelserie ja ein bisschen dabei helfen.

 

Geht es auch ohne?


Sicherlich gibt es den einen oder anderen Bestseller-Autor, der seine nächsten Romane lediglich mit einem Pitch, also einer groben Grundidee, an den Verlag bringt. Es gibt auch gelegentlich mal zum ersten Buch einen Blankovertrag fürs zweite Buch dazu, wenn der Verlag total von einem Autor überzeugt ist. Im Normalfalls muss man aber in den sauren Apfel beißen und dem Verlag ein Exposé anbieten, wenn man einen Roman verkaufen will. 

 

Was erwartet euch im Verlauf der Serie?

 

Gemeinsam werden wir dem Horrorschocker Exposé den Schrecken nehmen. Ich werde euch erst einen allgemeinen Überblick geben und dann die einzelnen Punkte Schritt für Schritt abarbeiten. Hier seht ihr eine Übersicht über die Artikel:

 

Teil 1: Was ist ein Exposé und wofür brauche ich es?

 

Teil 2: Was kommt ins Exposé? Gliederung und Kurzbeschreibung der Einzelpunkte

 

Exkurs: Ein Wort zum Genre

 

Teil 3: Wie schreibe ich einen Pitch /Kurzinhalt für ein Exposé

 

Teil 4: Warum Figurenbeschreibungen so wichtig sind

 

Teil 5: Das eigentliche Exposé / Die lange Inhaltsangabe

 

Teil 6: Feinschliff und Formatierung

Wie sieht es bei euch aus? Schreibt ihr gerne Exposés oder hasst ihr es? Sitzt ihr gerade am ersten Versuch oder habt ihr das schon ein paar Mal hinter euch gebracht?

 

Eure Alana

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Diese Serie zu schreiben, macht mir großen Spaß und die vielen Zuschriften, die ich als Reaktion bekomme, berühren mich sehr. Ich gebe meine Erfahrungen gerne weiter und jeder Kommentar und jede Nachricht ist eine große Motivation für mich.

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